Kettengeschichten

Die fantastische Bilderreise

Harald in action (c) Anke Barduhn

Ich erwachte und wusste, dass dieser Tag der Anfang aller Schrecknisse war. Nebenan, im Bad, fluchte meine Großmutter, weil sie sich beim Rasieren geschnitten hatte. Wenn Oma sich beim Rasieren schnitt, dann bekamen wir anstatt Kakao und einer Käsesemmel, Doornkaat und Hering in Tomatensauce zum Frühstück, wahlweise auch kalte Ravioli aus der Dose.

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Kommentar von Lilli Launig | 29.10.2012

Bevor jetzt die vereinigten Antialkoholiker hier aufmarschieren, will ich gleich erklären, dass wir Klecksls uns im Prinzip von allem ernähren können. Es schadet uns nicht. Menschen sei diese Art der Ernährung nicht empfohlen.

Kommentar von Irma Immerlustig | 29.10.2012

Wir hatten vor Jahren mal einen zu Besuch. Damals wussten wir noch nicht, wie Menschen artgerecht gehalten werden. Am Abend steckte ich ihn zum Schlafen ins Aquarium.

Kommentar von Herr SchlauBÄRger | 29.10.2012

Am nächsten Morgen war er leider tot. Ich weiß nicht genau, was er nicht vertragen hatte, die Enge oder den Aquavit. An dem Tag schnitt Oma sich das erste Mal beim Rasieren.

Kommentar von Pater Pinguin | 29.10.2012

Meine Oma ist im Prinzip eine wunderschöne Frau, aber sie hat Ohren wie ein Luchs. Es wachsen Haarbüschel aus ihnen. Deshalb die morgendliche Rasur!

Kommentar von Anja | 30.10.2012

Versteht mich nicht falsch, nicht das Luchsohren nicht schön wären. Was mich daran wirklich stört, ist die Tatsache, dass sie mit denen so verdammt gut hört. Leider auch die Dinge, die sie besser nicht mitbekäme.

Kommentar von AS | 30.10.2012

Gut, ich hatte also Doornkaat, Hering in Tomatensauce, kalte Ravioli und die miese Laune meiner aus dem büschellosen Ohr blutenden Großmutter ertragen und musste raus. Ich kann mich am besten beim Angeln entspannen. Das ist etwas aus der Mode, ich weiß, aber ich mag es.

Kommentar von Lilli Launig | 30.10.2012

Ich schnappte mir meine Angel und ging zum nahe gelegenen Fluss. Die Sonne schien und meine Lieblingstrauerweide stand am Ufer und wartete auf mich. Ich warf die Angel aus.

Kommentar von Irma Immerlustig | 30.10.2012

Sie war kaum im Wasser, als ich einen Ruck spürte. Aus dem Wasser sprang ein dicker Fisch mit einer Magenverstimmung. Außerdem hatte er offensichtlich eine Mordswut.

Kommentar von Herr SchlauBÄRger | 06.11.2012

Nachdem er mir sein Frühstück auf den Bauch gespuckt hatte, biss er mir in die Unterlippe. Er brüllte mich an: "Scheiße, Mann, da unten ist der Teufel los und du sitzt hier und angelst gemütlich. 

Kommentar von Pater Pinguin | 06.11.2012

Hast du eigentlich nichts Besseres zu tun?" Ich war verblüfft, denn schreiende Fische hatte ich bisher nicht oft angetroffen. Sein Frühstück, ein wenig Plankton, ein rostiger Nagel, eine seltsame Silikoneinlage, ein alter Schuh und ein kleinerer zappelnder Fisch tropfte von meinem Bauch, direkt vor meine Füsse.